Hüftschmerzen und Hüftprobleme

Als Zweitgrösstes Gelenk des Körpers (direkt nach dem Knie), kommt auch der Hüfte eine ungemein wichtige Rolle in unserer alltäglichen Beweglichkeit zu. Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk welches die Beweglichkeit zwischen Oberschenkel und Beckenknochen ermöglicht. Es ist das Hüftgelenk, welches uns unter anderem die Bewegung des Gehens möglich macht.

Wie alle Gelenke, kann auch die Hüfte beschädigt oder beinträchtigt werden, wodurch Hüftschmerzen entstehen. Dysfunktionen in der Hüftregion wie beispielsweise Gelenkblockaden der Hüfte, beim Becken, dem Sakral-Steissbein oder dem unteren Rücken, sowie faszienale Einschränkungen sorgen häufig für chronische Reizungen und Schmerzen in der Leiste, teilweise mit Ausstrahlung bis in die Knie.

Akute Traumata  und Überlastungsschäden können Verletzungen zur Folge haben und führen dadurch zum Ausfall des Sportlers. Verletzungen der Leistenregion betreffen vor allem Sportarten mit schneller Beschleunigung und Verzögerung, schnellen Richtungswechseln und Schussbewegungen und klassische „stop and go“-Sportarten wie zum Beispiel Fussball, Rugby, Eishockey oder Cricket) 

Im Profifussball sind als dritthäufigster Ausfallgrund bis zu 16% aller Ausfallzeiten auf Leistenschmerz und Verletzungen der Hüftregion zurückzuführen.

Hüftschmerzen Reha-Prime Physiotherapie

Hüftgelenksarthrose

Die Hüftgelenksarthrose im Allgemeinen ist eine degenerative Erkrankung des Hüftgelenks – insbesondere im höheren Alter. Es handelt sich um einen Verschleiß der Knorpeloberfläche von Hüftpfanne (Acetabulum) und Hüftkopf (Caput femoris).

Auf der einen Seite können beschleunigte Abnutzungserscheinungen (z.B. durch Übergewicht), anlagebedingte Fehlformen (z.B. Hüftdysplasie), Achsenfehlstellungen (Coxa vara oder valga), Durchblutungsstörungen des Hüftkopfes, entzündliche und rheumatische Erkrankungen, kindliche Hüfterkrankungen (z.B. Morbus Perthes) oder die jugendliche Hüftkopflösung zur Arthrose führen. 

Auf der anderen Seite kann die Ursache aber auch traumatisch bedingt sein: ein Hüftpfannenbruch, ein Oberschenkelkopfbruch oder eine Knorpelverletzung führen zu einer Stufenbildung im Bereich einer Gelenksfläche. 

In manchen Fällen kann jedoch keine genaue Ursache für die Hüftgelenksarthrose ausfindig gemacht werden (idiopathische oder primäre Coxarthrose).

Im Vordergrund aber steht immer der Knorpelschaden. Die Knorpelschicht des Gelenkes wird zunehmend abgerieben und dünner. Es kommt schließlich zur völligen Freilegung der Knochenfläche am Gelenk. 

Der unter dem Knorpel gelegene Knochen wird vermehrt belastet und reagiert mit einer Verdichtung (Sklerosierung). Im weiteren Verlauf wird das Gelenk verformt (deformierenden Arthrose). Um die Druckauffangzone zu verbreitern, baut der Körper Knochenmaterial an, mit dem die Hüftpfanne verbreitert wird (Osteophyten). Es kommt zu Gelenkschmerzen sowie zu einer Einschränkung des Bewegungsumfangs.

Typisch für die Arthrose ist ein belastungsabhängiger Schmerz im Hüftgelenk. Die Beschwerden werden entweder direkt im Hüftgelenk empfunden, manchmal nimmt der Patient diese auch in die Leistenregion oder im Bereich der Oberschenkelaußenseite wahr. Häufig berichten die Patienten nach einem morgendlichen Einlaufschmerz über Beschwerdebesserung, bis die Beschwerden zum Abend hin wieder zunehmen. Im Laufe der Jahre nehmen die Beschwerden meist kontinuierlich zu.

Symptomatik der Hüftgelenksarthrose

  • plötzlich auftretende stechende Schmerzen bei spezifischen Bewegungen deuten auf ein Trauma hin.
  • schleichende milde Schmerzen, welche sich langsam aufbauen und über die Zeit verschlechtern deuten auf eine vorhandene Dysfunktion der Hüftregion hin
  • Ein stechender Schmerz welcher auch bei einem Blockieren des Gelenks ausgelöst wird, gibt Hinweise auf eine Labrumläsion (Riss in der Gelenkpfanne), Ligamentum capitis femoris Läsion (Bänderriss im Hüftgelenk) oder freie Gelenkkörper. 
  • Drückende und lähmende Beschwerden, die sich unter Belastung in der Leiste bemerkbar machen, können auf eine Einklemmungsproblematik (intra-artikuläres Impingement) deuten
  • Brennende oder ziehende Beschwerden entlang der Leiste mit Ausstrahlung in den Oberschenkel sind meistens ein Zeichen von faszialen Blockaden oder faszialer Dysfunktion 
  • Belastungsschmerzen in der Leiste ohne Ausstrahlung nach unten, sondern in Richtung Schambein können z. B. auf eine Sportlerhernie oder Adduktorenläsionen hinweisen. 
  • Weitere Symptome sind Hinken, Klicken, Knirschen, Schnappen oder Blockaden  

Typisch für die Arthrose ist:

  • ein belastungsabhängiger Schmerz im Hüftgelenk. 
  • Die Beschwerden werden entweder direkt im Hüftgelenk empfunden, manchmal nimmt der Patient diese auch in die Leistenregion oder im Bereich der Oberschenkelaußenseite wahr. 
  • Häufig berichten die Patienten nach einem morgendlichen Einlaufschmerz über Beschwerdebesserung, bis die Beschwerden zum Abend hin wieder zunehmen.
  • Im Laufe der Jahre nehmen die Beschwerden meist kontinuierlich zu.

Ihre Fragen zu Hüftschmerzen

Soll ich zum Hausarzt oder zum Spezialisten?


  • Als Sportler oder bei Sportverletzungen ist es ratsam direkt einen Sportarzt zu konsultieren.
  • Manche Hausärzte sind auch spezialisiert in der Behandlung von Beschwerden des Bewegungsapparates und der Behandlung von Sportlern und Sportverletzungen.
  • Für ältere Personen wo verdacht ist auf Arthrose, sollen sich über der Hausarzt zum Spezialisten verweisen lassen.

Wann muss ich zum Arzt bei Hüftschmerzen?


  • Schmerzen sind ein ernstzunehmendes Warnsignal. Wer nach dem Sport Hüftschmerzen hat, sollte zunächst einige Tage angepasst im Schmerzfreien Bereich trainieren oder sogar nicht trainieren.
  • Sind die Schmerzen nach drei Tagen nicht deutlich besser geworden oder tauchen sie immer wieder auf, ist ein Arztbesuch ratsam
  • Immer wiederkehrende Schmerzen sollte man unbedingt vom Arzt untersuchen lassen

Wann hilft die Physiotherapie?


  • Bei Schmerzen, Instabilitätsgefühl oder Unsicherheit im Hüftbereich im Ruhezustand oder bei leichter Bewegung im Alltag und bei sportlichen Belastungen.
  • Nach Operationen

Wann gehe ich zum Physiotherapeuten?


  • Möglichst umgehend nach einer Verletzung der Hüfte und/oder auftretenden Hüftschmerzen
    oder Schwellung sowie zunehmendem Instabilitätsgefühl
  • Nach dem der Arzt eine Diagnose gestellt hat und Physiotherapie verordnet hat.
  • Idealerweise arbeitet Ihr Arzt sehr eng mit dem Physiotherapeuten zusammen
  • Nach einer Operation direkt anschliessend an den Spital- oder Kuraufenthalt.

Medizinische Massage bei Reha Prime in Wallisellen

Wie lange dauert Physio bei Hüftschmerzen?


  • Leichte Zerrungen (Adduktoren) sollten nach ca. zwei bis vier Wochen schmerzfrei sein
  • Mittlere Zerrungen (Adduktoren), Entzündungen und Verletzungen (impingements) sollten nach ca. 2 - 3 Monaten schmerzfrei sein.
  • Schwere Verletzungen mit Teilrissen oder Abrissen, sowie Bone-Bruise (Knöchelverstauchung mit Wasseransammlung) brauchen ca. 3 - 6 Monate  um schmerzfrei zu werden.
  • Therapie nach leichten Hüftoperationen wie z.B. Entfernung oder Ausgleich eines Impingement (Im Gelenk Platz verschaffen durch Abglätten) dauert ca. 3 Monate
  • Therapie nach snchwere Hüftoperationen wie z.B. Hüft-TP (Total Prothese) dauert ca. 3 - 6 Monate 

Helfen Medikamente gegen Hüftschmerzen?


  • Nur zur Schmerzlinderung und/oder Rückgang der Schwellung zu erreichen. 
  • In manchen Fällen zum Aufbau der verletzten Knorpel
  • Zur Heilung von Rissen oder Sehnenentzündungen im Hüftbereich helfen Medikamenten nicht und sind sogar häufig kontraproduktiv
  • Schmerzmittel können in manchen Situationen eine Unterstützung in der Physiotherapie bieten weil der Patient/in dadurch besser entspannen und der Therapeut besser mobilisieren kann.
  • Bei Einsatz von Schmerzmittel ist jedoch immer Vorsicht geboten, dass keine Überlastung entsteht, durch den Ausfall wichtiger Warnsysteme.

Braucht es eine Operation bei Hüftschmerzen?


Nein:

  • bei leichte Hüft-Verletzungen und Hüftbeschwerden sowie Leiste und Adduktorenverletzung braucht es keine Operation. Auch bei Hüft-Arthrose kann man sehr häufig mit Physiotherapie Schmerzen und Funktionalität Störungen wie Gehen, laufen, Rennen soweit im Griff bekommen das einen Operation umgangen werden kann oder bis auf weiteres aufgeschoben werden kann.
  • Schmerzhafte, langwierige Bone-Bruise (Knochen Verstauchung mit wasseransammlung im Knochen) Verletzungen heilen auch alle komplett aus ohne Operation.

Ja:

  • bei Frakturen/ Knochen Brüche, massive Impingements und grösseren instabilen Leistenbrüche. Fortgeschrittenen Arthrose  welche starke Schmerzen und starke Funktions Einschränkungen welche dauerhafte Schongang und Hinken verursachen.

Prävention: So vermeiden Sie Hüftschmerzen

  • Nach der Ruhepause sollte man behutsam wieder mit Bewegung und Belastung anfangen und das Training sorgfältig aufbauen. 
  • Überlastungen sind auf jeden Fall zu vermeiden um Rückfälle zu verhindern
  • Ideal sind hier ausgleichende Sportarten, die die Gelenke wenig belasten, wie z. B. Fahrradfahren, Schwimmen oder Aquagymnastik. 
  • Nicht nur ausreichendes Aufwärmen und genügend Pausen sind ein Muss für jeden Sportler, sondern auch qualitativ hochwertige Sportschuhe
  • Passen die Schuhe zur individuellen Fußform und zur jeweiligen Sportart, können sich Fehlstellungen der Füße erst gar nicht bis in die Hüfte oder den Rücken auswirken.
  • Regelmässiges Kraft- und Beweglichkeitstraining 2-3x pro Woche. Kardiotraining (Velo; Rudern; Gehen; Laufen; Rennen) in Kombination mit leichtem bis mittelschwerem Krafttraining der Beine und Rücken. 
  • Sportspezifisches und Wettkampfspezifisches Training. Konditionell und Technisch drei bis fünf Mal pro Woche und mindestens 1 Tag Pause in der Woche.
Hüftschmerzen Behandlung Reha-Prime Physiotherapie
Hüfte schmerzfrei nach Behandlung Reha-Prime Physiotherapie
Medizinische Trainingstherapie mit den richtigen Geräten durchführen

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